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Agamen - Agamidae

Agamen insbesondere Bartagamen Pflegen Halten und Züchten.

Agamen - Agamidae

Agamen Einführung

Innerhalb der Ordnung der Echsen bilden die Agamen eine Familie. Sie sind Bewohner der sogenannten "Alten Welt" (Europa, Afrika und Asien) in den verschiedensten Lebensräumen, was die große Anpassungsfähigkeit der Agamen zeigt. Sie sind - ausser in sehr kühlen Bereichen und Wasser - in so ziemlich allen Regionen anzutreffen. Ebenso wie Steppenlandschaften bewohnen sie auch Wälder und Wüstengebiete. Sie passen sich den unterschiedlichsten Lebensräumen an, wobei Art und Form der Schuppen sowie die Länge des Schwanzes eine große Rolle spielen. Agamen können sehr gut sehen - das Auge ist das wichtigste Sinnesorgan der Echsen. Und auch das Gehör ist sehr wichtig. Agamen besitzen zwar Riechzellen im Nasengang, jedoch ist der Geruchssinn nicht allzu stark entwickelt.

Tarnung ist alles

Bartagamen - Pogona

Bartagamen

Bartagamen sind Echsen der Gattung Pogona und ihre Heimat ist Australien. Die Grundfarbe der Bartagamen ist in der Regel grau-braun, kann aber insbesondere bei Farbzüchtungen auch auffälliger sein. An der oberen Körperseite ist oft eine rautenförmige Musterung zu sehen, der Schwanz ist gebändert. Die Unterseite kann von grau bis weiß variieren und auch dort ist manchmal eine Musterung zu finden. Die kennzeichnende Kehltasche (der sogenannte Bart) gibt dem Tier seinen Namen und dient der Verteidigung oder auch zur Balz und kann weit aufgebläht werden. Auch der stachelige dreieckige Kopf und die unterschiedlich großen Stacheln an den Flanken gehören zu den wichtigen Merkmalen. Dabei dienen die Stacheln der Vortäuschung, dass man einen Gegner damit verletzen könnte und die Tiere ihn somit oft in die Flucht schlagen. Außerdem können Bartagamen ihren Körper stark verbreitern, um dann noch größer und furchteinflößender zu wirken. Bartagamen sind - wie alle Reptilien - wechselwarme Tiere und können damit ihre Körpertemperatur nicht aufrechterhalten. Sie sind deshalb auf externe Wärmequellen angewiesen. Zudem können Bartagamen mit Hilfe der melaninhaltigen Hautzellen ihre Farbe partiell oder auch komplett verfärben. Eine dunklere Farbe begünstigt dabei die Wärmeaufnahme. In der Regel begeben sich Bartagamen zum Sonnen auf erhöhte Plätze wie Felsen oder Baumäste. Bartagamen sind Einzelgänger, weshalb sie meist die einzigen in ihrem Territorium sind. Vor allem wenn zwei männliche Bartagamen aufeinander treffen, kann es zu Revierkämpfen kommen, wenn keines der Tiere die Flucht antreten will. Aus diesem Grund ist auch im Terrarium keine Vergesellschaftung von zwei Männchen möglich, da sie sich hier nicht aus dem Weg gehen können. Während der Paarungszeit ist das Kopfnicken und auch das Schwarzfärben des Bartes sehr auffällig, denn damit versucht das Männchen dem Weibchen zu imponieren. Zudem haben Bartagamen ein großes Spektrum an Verhaltensmustern, welche für den sozialen Umgang miteinander von Bedeutung sind. Sie ernähren sich vorwiegend von pflanzlicher Nahrung, nur die Jungtiere nehmen tierische Nahrung zu sich.

Die bekanntesten Agamen-Arten sind:

  • Bartagamen
  • Bergagamen
  • Dornschwanzagamen
  • Wasseragamen
  • Siedleragamen
  • Steppen-/ Wüstenagamen
  • Winkelkopfagamen
  • Kragenechsen
  • Segelechsen